Sturzflut in Nepal: Die Hilfe kann beginnen
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Ein Bericht von Pema direkt aus Nepal
Die verheerende Sturzflut Ende August hat in Nepal ganze Orte und Regionen schwer getroffen. Häuser, Straßen und Brücken wurden zerstört, viele Menschen verloren ihr Zuhause, zahlreiche Menschen kamen ums Leben.
Für uns ist Nepal Heimat und Familie. Unsere Schwester Pema war während der Katastrophe noch bei uns in Deutschland in Rehau zu Besuch. Kaum war sie nach Kathmandu zurückgekehrt, machte sie sich am 1. September auf den Weg in die Krisenregion, um sich selbst ein Bild von der Lage zu machen und herauszufinden, wo Hilfe dringend gebraucht wird.

Die Lage vor Ort
Pema kam bis nach Trisuli Bazar. Dort wurde ein großer Teil des Städtchens von den Fluten und Schlammmassen weggespült. Viele Überlebende und Verletzte waren bereits nach Kathmandu gebracht worden und wurden dort unter anderem in zwei Klöstern bei Swayambhunath sowie in Schulen untergebracht.
Die Lage in der Krisenregion ist weiterhin sehr schwierig. Im Tal liegen teilweise bis zu zehn Meter hohe Schlammmassen, sodass viele Gebiete mit Fahrzeugen nicht erreichbar sind. Weiter oben im Tal können derzeit nur noch Helikopter eingesetzt werden. Sie suchen weiterhin nach Verstorbenen und bringen gleichzeitig Hilfsgüter zu den Menschen, die noch in der Region geblieben sind.
Pema berichtete von einem starken Geruch nach Verwesung. Es regnet weiterhin, der Monsun ist noch nicht vorbei, und vielerorts gibt es keine Trinkwasserversorgung.

Erste Hilfe in Kathmandu
Nach ihrer Rückkehr nach Kathmandu kümmerte sich Pema am 2. September zunächst um die Menschen in den Notunterkünften bei Swayambhunath. Ihr Team brachte Wasser, Schlafsäcke, Moskitonetze und Lebensmittel.
Gleichzeitig organisierte Pema die nächsten Schritte für die Hilfe in den betroffenen Dörfern.
Wir möchten die Spenden nicht in einen allgemeinen staatlichen Fonds einzahlen, sondern direkt und nachvollziehbar helfen. Deshalb wurde ein Agreement zwischen unserem Verein Himalaya Happiness Hunter e.V. als Spenderorganisation und der Ngima Dawa Foundation in Nepal geschlossen.
Die Ngima Dawa Foundation verpflichtet sich darin, 10.000 Euro zweckgebunden für die Nothilfe einzusetzen:
Notunterkünfte und Zelte
wichtige Haushaltsgegenstände
Lebensmittel
Kleidung und Grundbedarf
Medikamente
Hygiene und sanitäre Versorgung
Ein weiteres Agreement besteht mit unserem befreundeten Verein Nepali Rotznäschen e.V. über einen vergleichbaren Betrag. So können wir unsere Kräfte bündeln und gemeinsam mehr Menschen erreichen.

Erste große Hilfsaktion: Kalikasthan
Unsere erste größere Hilfslieferung soll in das Dorf Kalikasthan im Distrikt Rasuwa gehen. Das Dorf ist schwer von der Katastrophe betroffen. Nach den derzeit vorliegenden Angaben kamen dort etwa 150 Menschen ums Leben.
Über Umwege ist Kalikasthan erreichbar. Pema und ihr Team haben deshalb am 3. September die ersten Hilfsgüter eingekauft: Küchenutensilien, Töpfe, Gasplatten, Gas, Schaufeln, Decken, Hygieneartikel und weitere dringend benötigte Dinge.
In Kürze wird ein großer Transporter mit den Hilfsgütern nach Kalikasthan aufbrechen. Dort sollen die Waren geordnet angeliefert und direkt an die Überlebenden verteilt werden. Die Hilfe kann beginnen.
Wir machen weiter
Die erste Lieferung ist nur ein Anfang. Nach der akuten Nothilfe wird es darum gehen, Menschen beim Wiederaufbau ihrer Häuser, ihrer Infrastruktur und ihrer Lebensgrundlagen zu unterstützen.
Dank Pema und unserem Team vor Ort können wir unmittelbar sehen, was gebraucht wird und wo die Hilfe ankommt.
Wir danken allen, die bereits gespendet haben – und allen, die Nepal jetzt nicht vergessen.
Aus Spenden wird konkrete Hilfe. Von Mensch zu Mensch.
Help now. Give hope. Rebuild Nepal.
Himalaya Happiness Hunter e.V.
Gemeinsam mit der Ngima Dawa Foundation und Nepali Rotznäschen e.V.


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