Fluthilfe Nepal: 150 Hilfspakete für betroffene Familien

11.09.2026
Nach unserem Spendenaufruf für die von der schweren Sturzflut betroffenen Menschen in Nepal ist die erste große Hilfsaktion nun umgesetzt: 150 Hilfspakete wurden persönlich an betroffene Familien verteilt.
Wir sind sehr dankbar, dass die ersten Spenden nun in konkrete Hilfe umgesetzt werden konnten.

Ein schwieriger Weg in die betroffene Region
Der Transport der Hilfsgüter war alles andere als einfach. Viele Straßen sind durch die Flut zerstört oder schwer beschädigt. Teilweise mussten die Fahrzeuge über Felder und provisorische Ausweichrouten fahren.
Gleichzeitig geht die Monsunzeit langsam zu Ende. Die Böden sind weiterhin stark aufgeweicht und die Straßen dadurch besonders gefährlich. Immer wieder besteht die Gefahr von Erdrutschen – sowohl von den Hängen oberhalb der Straßen als auch durch abrutschende Böschungen unterhalb. Trotz dieser schwierigen Bedingungen konnten die Hilfsgüter die betroffene Region erreichen.

Vier Verteilungsorte für die Hilfspakete
Vor der Verteilung standen Pema und ihr Team in engem Austausch mit den örtlichen Behörden und Gemeindevertretern. Dabei wurde deutlich, dass viele betroffene Familien inzwischen in Notunterkünften untergebracht sind.
Eine zentrale Übergabe an alle Betroffenen war deshalb nicht möglich. Die Menschen waren auf verschiedene Orte verteilt, und es war schwierig, alle Familien an einem gemeinsamen Ort zusammenzubringen.
Deshalb wurden die Hilfsgüter schließlich an vier verschiedenen Standorten verteilt. Einige Familien konnten direkt in ihren Notunterkünften besucht werden. Dort wurden die benötigten Dinge persönlich übergeben.
150 Pakete für die betroffenen Familien
Insgesamt konnten wir 150 Hilfspakete zusammenstellen und verteilen.
Jedes Paket enthielt:
einen Schnellkochtopf
einen Wok
einen Pfannenwender
eine Schöpfkelle
eine Decke
ein Regenbekleidungsset
eine Jacke
Es sind einfache Dinge des täglichen Lebens – aber gerade in dieser Situation können sie einen wichtigen Unterschied machen. Ein Schnellkochtopf und Kochutensilien ermöglichen es den Familien wieder, warme Mahlzeiten zuzubereiten. Kleidung und Decken schützen vor Regen und Kälte.

Die Spuren der Katastrophe sind sichtbar
Die Begegnungen mit den Menschen vor Ort waren bewegend.
Viele sind körperlich geschwächt und emotional tief traumatisiert. Sie haben innerhalb kürzester Zeit ihr Zuhause, ihre Sicherheit und teilweise Angehörige verloren.
Einige Familien befanden sich noch in der schmerzhaften Phase der letzten Riten für ihre Verstorbenen. Andere mussten sich in Notunterkünften ein neues, vorübergehendes Leben organisieren.
Unsere Hilfe kann das Geschehene nicht ungeschehen machen. Aber sie kann zeigen: Die Menschen sind nicht vergessen. Sie sind nicht allein.

Danke für eure Unterstützung
Wir möchten an dieser Stelle von Herzen allen Spenderinnen und Spendern danken.
Die große Hilfsbereitschaft und Anteilnahme hat uns überwältigt. Danke für euer Vertrauen in unsere Arbeit und auch für eure Geduld, während die Hilfe Schritt für Schritt organisiert, eingekauft, transportiert und schließlich verteilt werden konnte.
Ein besonderer Dank gilt auch allen Helferinnen und Helfern vor Ort, die unter schwierigen Bedingungen dafür sorgen, dass die Unterstützung tatsächlich bei den betroffenen Familien ankommt.
Unser ganz besonderer Dank geht an Pema und ihr Team der Ngima Dawa Foundation. Sie organisieren vor Ort die notwendigen Schritte, stehen im direkten Austausch mit den Gemeinden und stemmen diese Hilfsaktion mit großem persönlichen Einsatz.
Die Hilfe geht weiter
Die Verteilung der 150 Hilfspakete ist ein wichtiger erster Schritt. Doch für viele Menschen beginnt jetzt erst der lange Weg zurück in ein normales Leben.
Wir werden deshalb weiterhin beobachten, wo Hilfe benötigt wird, und gemeinsam mit unseren Partnern vor Ort entscheiden, wie wir die betroffenen Menschen auch bei den nächsten Schritten unterstützen können.
Aus Spenden wird konkrete Hilfe. Von Mensch zu Mensch.
Danke, dass ihr Nepal nicht vergessen habt.
Himalaya Happiness Hunter e.V. Gemeinsam mit der Ngima Dawa Foundation


Kommentare